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WarehouseMusicProduct

  • Rufus Wainwright | Yellow Lounge Compiled by Rufus Wainwright (CD) Tonträger Audio Format: CD Album
    Andere: Rufus Wainwright
    VÖ: 25.05.2007 VÖ: 2007 Label: Deutsche Grammophon | CD Bestellnr.: 0028944291537 alle Deutsche Grammophon

    Wer könnte das Konzept der Yellow Lounge besser repräsentieren, als der Popkünstler, Komponist und Neo-Dandy Rufus Wainwright? Seit 2001 richtet sich Yellow Lounge, das Sublabel der altehrwürdigen Deutschen Grammofon, an Leute, die Klassik nur als Filmmusik kennen, Richard Strauss eher über "2001: Odyssee Im Weltraum" und Arvo Pärt nur aus "Little Buddha". Wainwright, Spross des Wainwright-Garrigle-Clans (blaublütige kanadische Folkpop-Aristokratie also) hat einmal im Interview gesagt, dass die Klassik ihn fand und nicht er die Klassik. Seinem Vater, Loudon Wainwright III, sagte Oper gar nichts. Seine Mutter, Kate Garrigle, regte sich früher darüber auf, dass ihr Sohn "immer mehr in dieses eskapistische, für sie düstere Medium hinein geriet", wie Wainwright 2005 der New York Times erzählte. Ihm "rettete die Oper dagegen mehrmals das Leben". Im Internat (nein, Internat, nicht Internet) tanzte der junge Wainwright nackt in seinem Zimmer zu Strauss´ "Salome" auf brüllender Lautstärke, während seine Schulkameraden Skatkarten im Gemeinschaftsraum droschen. In seiner schlimmsten Drogenzeit schaute sich der Sänger und Pianist einmal (völlig zu geknallt) Strauss´ Elektra in der New Yorker Metropolitan Oper an: "Wahnsinn!". Nach erfolgreicher Drogentherapie ging er noch mal - und das Stück war immer noch genau so wahnsinnig. "Das bewies mir, dass - wenn Musik wirklich potent ist - es nicht mehr darauf ankommt, in welchem Zustand man sie hört." Kürzlich kommissionierte Peter Gelb, der Chef der Met, eine Oper von Wainwright. Die offensichtlichen Höhepunkte auf dessen Yellow-Lounge-Compilation: Verdis "Rex tremendae", das fatalistische "Tre sbirri, una carozza" aus Puccinis Tosca oder der tragische Schluss von Strauss´ Salome - werden Klassik-Insider alle bereits kennen. Die sollten sich vielleicht lieber Wainwrights eigene "Want 1 + 2"-Alben kaufen. Club-Sensibilitäten moderner Hörer befriedigt die CD dagegen auf hohem Niveau. "Die Übergänge zwischen den Stücken sind {vom Yellow-Lounge-Club-DJ Harald Reiter} an einigen Stellen so genial gesetzt, dass man ungläubig zurückspulen möchte", schreibt Benedikt Köhler in der SPEX. "Zum Beispiel wenn Schnittkes 1968er Avantgarde-Sound als direkte Fortführung von "Siegfrieds Rheinfahrt" (Wagners Götterdämmerung) erscheint." In diesem Sinne bietet Wainwright angenehmes Klassik-Edutainment, durchweht von einem Hauch von DJ-Kultur.

    CD
    1. Hometown Waltz 02:29 Universal Music
      Fauré Quartett
    2. (Scene 1) Polonaise 04:48 Universal Music
      Staatskapelle Dresden, James Levine
    3. 2. Szene am Bach: (Andante molto mosso) 05:08 Universal Music
      Los Angeles Philharmonic Orchestra, Carlo Maria Giulini
    4. 4. Absence 05:15 Universal Music
      Anne Sofie von Otter, Cord Garben, Torleif Thedéen, Chor der Königlichen Oper Stockholm, RIAS Kammerchor, Berliner Philharmoniker, James Levine
    5. 7. Auf dem Flusse 03:27 Universal Music
      Christa Ludwig, James Levine
    6. 2. Rex tremendae 03:59 Universal Music
      Sharon Sweet, Florence Quivar, Vinson Cole, Simon Estes, Ernst Senff Chor, Berliner Philharmoniker, Carlo Maria Giulini, Ernst Senff
    7. 3. Affettuoso e sostenuto 04:59 Universal Music
      Hagen Quartett
    8. 3. Allegro 03:59 Universal Music
      Musica Antiqua Köln, Reinhard Goebel
    9. Danse des Sauvages 02:11 Universal Music
      Les Musiciens du Louvre, Marc Minkowski
    10. Tre sbirri, una carrozza 05:11 Universal Music
      Anthony Laciura, Samuel Ramey, Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden, Philharmonia Orchestra, Giuseppe Sinopoli
    11. Theme (Andante) 01:32 Universal Music
      Philharmonia Orchestra London, Philharmonia Orchestra, Giuseppe Sinopoli
    12. 1. C.A.E. (L'istesso tempo) 01:58 Universal Music
      Mischa Maisky, Philharmonia Orchestra, Giuseppe Sinopoli
    13. 7. Troyte (Presto) 00:57 Universal Music
      Philharmonia Orchestra London, Philharmonia Orchestra, Giuseppe Sinopoli
    14. Finale 04:56 Universal Music
      Monique Haas, Orchestre National De France, Paul Paray
    15. Siegfrieds Rheinfahrt 04:48 Universal Music
      Staatskapelle Dresden, Peter Schneider
    16. Quasi una sonata (1987) for violin and chamber orchestra 03:23 Universal Music
      Yuri Smirnov, Gidon Kremer, Chamber Orchestra of Europe
    17. "Ah! Ich habe deinen Mund geküsst, Jochanaan" 04:29 Universal Music
      Birgit Nilsson, Liselotte Maikl, Josephine Veasey, Grace Hoffman, Paul Kuen, Waldemar Kmentt, Nigel Douglas, Gerhard Stolze, Kurt Equiluz, Theodor Kirschbichler, Heinz Holecek, Eberhard Wächter, Max Proebstl, Tom Krause, Zenon Kosnowski, Paul Gestner, Stefan Schwer, Wiener Philharmoniker, Georg Solti
    18. 3. Largo 07:55 Universal Music
      Concertgebouw Orchestra of Amsterdam, Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Bernard Haitink
    19. Cigarettes and Chocolate Milk 04:43 Universal Music
      Fauré Quartett